KUPFERSTICHKABINETT. BERLIN

Lugt 1606-1612

Künstlerische Sammlung im Bestand der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz Berlin. Bedeutendste Graphiksammlung in Deutschland, deren Bestände mehr als 550 000 Graphiken und ungefähr 110 000 Zeichnungen umfassen.

Das Kupferstichkabinett wurde 1831 gegründet. An seinen Ursprüngen stand die Kollektion des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, die 1652 von ihm erworben wurde. Sie umfasste 2500 Zeichnungen und wurde in der Bibliothek des Kurfürsten aufbewahrt. Im 19. Jahrhundert begann das schnelle Wachstum der Sammlung. Zum allerwichtigsten Zugang wurde 1835 der Erwerb der graphischen Sammlung von K.F. Nagler, die mehr als 50 000 Werke der Druckgraphik und Zeichnungen einschloss.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung des Kupferstichkabinetts zwischen Ost- und Westberlin aufgeteilt. Heute sind alle Teile der Sammlung wiedervereint. Ihnen wurden die Zeichnungen deutscher Meister des 19. und 20. Jahrhunderts hinzugefügt, die im 19. Jahrhundert in der Nationalgalerie aufbewahrt worden waren. 1994 wurde am Berliner Kulturforum der Neubau des Kupferstichkabinetts eröffnet.