MARIN, ALEXANDER JEWGENJEWITSCH (1816–1887). WORONESH

Lugt 1796

Stammte aus der großen Familie der Marins. Echte Kenner und Sammler von westeuropäischer Graphik waren die Söhne von Jewgeni Nikiforowitsch Marin (1778–1843), einem Oberst der Leibgarde des Kavallerie- und Garde-Kürassier-Regiments.

Der älteste von vier Söhnen – Alexander Jewgenjewitsch Marin (1816–1887) diente im Preobrashensker Regiment, nahm aber erstaunlich früh aus familiären Gründen seinen Abschied, lebte auf seinem Gut in Trjochswjatskoje im Landkreis Semljansk des Woronesher Gouvernements und beschäftigte sich unter anderem mit dem Sammeln.

Er war wie auch sein jüngerer Bruder Sergei Jewgenjewitsch (1818–1897) ein echter Bibliophiler, hatte eine bedeutende Bibliothek und eine Sammlung westeuropäischer Graphiken. Mitte der 1850-er Jahre zählte sie mehr als 436 Blätter. Grundlage der graphischen Sammlung war die holländische und französische Graphik, aber in die Sammlung fielen auch Arbeiten russischer Künstler.

 Die Sammlungen beider Marin-Brüder wurden nach dem Tod der Sammler zerstreut. Ein Teil der Blätter aus der Sammlung A.J. Marins kam ins Woronesher Gouvernementsmuseum, ein Teil wurde von G.A. Brokar erworben, von wo sie in der Folge ins Kupferstichkabinett kamen.