WEBER, HERMANN (1817–1854). BONN

Lugt 1383

Deutscher Graphiksammler. Er wurde in Halle geboren, in der Familie eines Arztes. Er beschäftigte sich mit dem Bibliothekswesen. Von Vater hatte er das Interesse zur Sammlung von Werken der Kunst übernommen. Er war in Holland und lebte einige Zeit in Paris. Danach übersiedelte er nach Bonn, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Er begann das Sammeln mit Graphiken von W. Hollar, begeisterte sich danach für van Dycks Ikonographie und arbeitete aktiv mit Kunsthändlern und -liebhabern aus verschiedenen Ländern zusammen, darunter auch russischen. Nach Webers Tod gab es zwei Auktionen seiner Sammlungen. Die erste war 1855 in Leipzig. Dort wurden die Graphiken von Meister ES, M. Schongauer, I. van Meckenem, A. Dürer, Lucas van Leyden, M. Raimondi und holländischer Meister des 17. Jahrhunderts verkauft. Die zweite war 1856, wieder in Leipzig; verkauft wurde die Sammlung von Graphiken Rembrandts und seiner Schüler und auch Dubletten.