DER VERLORENE SOHN

LUKAS-EVANGELIUM, 6

Eines der christlichen Gleichnisse über einen jungen Mann, der das Vermögen des Vaters verschleudert hat und sich nun in einer bettelarmen Lage befindet.

Im Jahr 1495 war in Basel das Poem Sebastian Brants zum Thema des christlichen Gleichnisses vom Verlorenen Sohn veröffentlicht worden. Es wird angenommen, dass genau dieses A. Dürer zur Schaffung der Graphik anregte, in der das Gleichnis eine zeitgenössische Note bekam. Die Graphik wurde besonders gespannt aufgenommen auf Grund der Verwandlung der biblischen Gestalt in einen Zeitgenossen des Künstlers. Der Meister stellte die typische deutsche Atmosphäre eines Bauernhofes Ende des 15. Jahrhunderts dar, wo Schweine herumlaufen und neben ihnen einen jungen Mann, der weit heruntergekommen ist.